Am Samstag, den 9.4.2005, wollten sich Lutz und seine Bande vom SVBB um 6.00 Uhr zur Hinfahrt der Norddeutschen Mannschaftsmeisterschaft treffen. Und wer erschien nicht pünktlich um 6.00 Uhr? Natürlich Lin-Yu OEI und Saruul wer sonst. Nebenbei sei angefügt, dass unser verstärkender Ersatzspieler Lin-Yu die dickste Tasche dabei hatte, denkt euch was aus, wieso.
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| Aber genug von Dennis abgeschrieben. |
Tatsächlich ging es ein paar Minuten nach 6 Uhr los. Außer einer Menge seltsamer Musik war zumindest im von unserem großartigen Trainer und Manager Lutz gelenktem Bus eine fantastische Stimmung. Nach 10 Minuten schliefen die meisten. |
An der Halle angekommen, okkupierten wir zunächst einen Platz auf der Tribüne gleich hinter Hamburg und, wie auch schon bei der BMM, vor EBT. Da nicht allzu viel Zeit war, mussten sich die Spieler umziehen und sich danach mehr oder weniger warm machen. |
Selbstredend blieb auch der erste Schock nicht lange aus. Der SVBB, an zwei gesetzt, hatte sich in der Gruppe 2 BSG Eutin, BV Drömling und Gaselan Fürstenwalde zu widersetzen. Im ersten Spiel ging es gegen Fürstenwalde. Nun der Schock: In der Umkleide erfuhren Tobi und seine Crew, dass Thomas Rau, seines Zeichens Deutscher Vizemeister irgendwann, nicht mitgefahren sei. Das von allen erwartete Spiel Siewert – Rau, dem eine große Spannung und spielerische Höchstleistung angepriesen wurde, konnte nicht stattfinden. Daraufhin hatte Tobias keine Lust mehr auf Einzel und überlies Timo das Spitzeneinzel. |
Um es vorweg zu nehmen: Fürstenwalde wurde mit 8:0 abgefertigt. Temuulen, der bei der Norddeutschen Einzelmeisterschaft noch gegen Roland Kuhlig verlor, konnte glänzen und im dritten Satz mit 15:8 gewinnen – stark. Lin-Yu machte ebenfalls ein gutes Spiel, das mindestens einen T-Shirt-Wechsel nach dem zweiten Satz verdient hätte, 15:4 und 15:11 gegen den „kleinen“ Kuhlig. Die Mädchen ließen keine Zweifel an ihrer Überlegenheit aufkommen und gaben in allen Spielen mit Beteiligung von Personen langer Haare (also auch Mixed mit Philipp) 12 Punkte ab. Ein wahrlich starker Auftritt unserer Mannschaft. |
Als nächstes stellte sich der BV Drömling seinem Schicksal. Insgesamt wieder eine gute Leistung. Mit 6:2 sicherten wir unsere Halbfinalteilnahme. Wer die zwei Punkte an Drömling abgab, ist dem Redakteur nicht bekannt. |
Wie zu erwarten, stellte sich das Spiel gegen die an drei gesetzten Eutiner als das schwerste und zugleich wichtigste Spiel heraus. Nach den zwei Siegen in den voran gegangenen Spielen und dem Fakt, dass Eutin nicht mit 8:0 gegen Fürstenwalde gewann, bemerkte unser Kopfrechnenass Lutz, dass ein Unentschieden reiche. Mit einem breiten Grinsen, das ihm bald vergehen sollte, lief er durch die Halle und erzählte jedem Eutiner, den er sah: „Ha, ihr wisst, dass uns ein Unentschieden reicht?!“. Unsere Soll-Punkte waren vor dem Spiel das 1. Herrendoppel, das Damendoppel, das zweite Einzel und natürlich das Mädcheneinzel. Das Mixed und erste Herreneinzel wurden als etwaige Punkte angesehen und die restlichen Spiele würden „sehr sehr schwer zu gewinnen sein“. |
Zuerst begannen die Herrendoppel. Saruul und Philipp hatten keine ernsthafte Chance gegen Alexander Strehse und Finn Torben. 1:15 und 8:15 hieß es nach einem kurzen Spiel. Anders sah es im ersten Doppel aus. Nachdem Tobi und Temu den ersten Satz mit 15:11 gewinnen konnten, lief es im zweiten Satz weniger gut. Ein Matchball konnte nicht genutzt werden und in der entscheidenden Phase schien das Feld größer zu werden. 15:17 war das ernüchternde Ende des Satzes. Der dritte Satz wurde mit 10:15 verloren. Alle drei Herreneinzel wurden abgegeben, wobei Temu beinah die Halle mit einer säuerlichen, nicht ansehnlichen Flüssigkeit bereicherte. Lediglich die Mädchen sammelten Punkte. Carla konnte Sonja Deutschmann trotz ihres YONEX-Abos mit 11:3 und 11:2 bezwingen und im Doppel gegen Paulsen/Deutschmann gab man 17 Punkte ab. Am Ende stand das für uns unbefriedigende Ergebnis 2:6. Dies war gleichbedeutend mit einer Halbfinalteilnahme gegen den Favoriten, den BV Gifhorn, der nur im Spiel gegen EBT etwas schwächelte. Die Sensation neben der Abgabe eines Punktes von Eutin an Gaselan war sicherlich der Sieg von Johannes über Hannes Roffmann. |
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Abends ging es nach einigem Verhandeln zu McDonalds. Gekennzeichnet war der Abend durch neun bis zehn Mannschaftsbesprechungen, nervigen Krämpfen von Timo und natürlich Philipps 17. Geburtstag. Nachdem wir EBT ins Bett geschickt haben (ca. 23.30) stießen wir kurz an. Das Übliche halt. Gegen 2 Uhr schliefen dann alle und träumten vom nächsten Tag. Saruul sogar derart intensiv, dass er mitten im Schlaf lautstark schrie: „Ne man Lutz, hab ich nicht!!!“ |
das Geburtstagskind |
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Am Morgen zogen wir unsere Bobolat-Trainingsanzüge – die besten Trainingsanzüge der Welt – an. Man vermutet, Lutz habe seinen nie ausgezogen, aber man weiß es halt nicht genau. Als letzter Verein erreichten wir die Halle, in der schon fleißig gespielt wurde. |
Pünktlich um 9 Uhr hieß es: BG KWO/BB versus BV Gifhorn, ein absoluter Knaller. |
Tobi, der übrigens die ganze Spielzeit über starke Schmerzen in seinem rechten Arm hatte, für seine Mannschaft aber darüber hinweg sah, und Philipp mussten im ersten Herrendoppel Lehrgeld gegen Hinsche/Roffmann zahlen. 15:4 und 15:2. Ähnlich erging es Lisa und Carla gegen Lillie/Behrends. Es fiel uns schwer, ein sinnvolles Mittel zu finden, um Punkte zu machen. Ganz anders das zweite Herrendoppel. Saruul konnte mit unserem besten Ersatzspieler Lin-Yu in zwei Sätzen gewinnen. |
Im Einzel und Mixed sah es ebenfalls ziemlich mager für uns aus. Alle Herreneinzel in zwei Sätzen verloren, wenn auch einige gute Spiele mit fabelhaften Ballwechseln dabei waren. Lisa, unsere Bank im Einzel, deklassierte im Dameneinzel die Dame, mit dem wie ich finde schönsten Namen des Turniers: Jessica Pallero-Lucas. 11:0 und 11:1 hieß es nach geschätzten 10 Minuten. |
Mit 2:6 verabschiedeten wir uns von dem Gedanken Deutsche Meisterschaft und überlegten, wie man Eutin schlagen kann. |
Eins sei vorweg erwähnt: Die folgenden Zeilen sind nichts für schwache Nerven. Wie gesagt, es ging um den dritten Platz und um eine Medaille. Okay, es ging eigentlich nur darum, Eutin hinter uns zu lassen, dass die ganzen YONEX-Abonnenten nicht vor uns sind. Für die Schärfe in diesem Spiel war also gesorgt. |
Nach der Vorrundenniederlage entschieden wir uns, umzudisponieren. So wurde das erste Herrendoppel wie schon zuvor von Philipp und Tobi gespielt. Tatsächlich half diese Maßnahme. Nach einem 15:11 im ersten Satz und einer hohen Führung im zweiten Satz sorgte eine kleinere Schwächephase für Angst. Es schien sich eine ähnliche Situation wie im Vorrundenspiel anzubahnen, in der Matchbälle nicht genutzt wurden. Beim Stand von 14:13 für uns konnte Philipp einen Ball nicht kontrollieren und der zweite Aufschlag musste herhalten. Absolute Anspannung und höchste Konzentration zugleich. Der Aufschlag ging auf Malte Grenda, oder auch „Mr. Smash“ oder „ich töte einfach alles“. Ein brillanter Swipaufschlag, ein As, beendete den zweiten Satz und wir holten den ersten Punkt. |
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Ungewohnt unsicher präsentierten sich Lisa und Carla. Obgleich man Conny und Sonja ein gutes Spiel mit wenig Fehlern und einfach starken Bällen zugestehen muss. Zwischenzeitig hatte man den Eindruck, bei Führung der Gegner, sie verlieren dieses Spiel. Doch unsere Mädels fingen sich immer wieder, auch wenn der ein oder andere Ball nicht so ganz getroffen wurde. 15:13 und 15:12 stand es nach der Zitterpartie und wir waren guter Dinge, denn es stand nach dem verlorenen zweiten Herrendoppel 2:1. |
Das Dameneinzel ging an uns. Carla zeigte Sonja, wie groß ein Feld sein kann, gab ihr insgesamt 7 Punkte in beiden Sätzen und ging vom Feld. Frei nach Cesar: Veni, vidi vici. |
Tobi konnte trotz großer Bemühung im ersten Herreneinzel nicht gegen Grenda gewinnen, wenngleich er durchaus die Chance gehabt hätte. Tja, was soll ich sagen, ich habe wohl einfach zu wenig Einzel gespielt vor der NDMM. |
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Ein Grund zur Freude war der mittlerweile 18-jährige Timo. Nach einem lustlosen ersten Satz gegen Fischer, der laut seinen Eltern Oberliganiveau hat, drehte Timo in den folgenden Sätzen noch einmal richtig auf. Mit tollen Bällen und wenig Fehlern weiß er Fischer in seine Schranken. Mit 15:6 und 15:4 gewann er Durchgang zwei und drei. Stark! Nun kamen die letzten, aber nicht weniger wichtigen Spiele. Im Gegenteil. Es stand bereits 4:2 für uns und Lutz meinte, ein Satz würde reichen um zu gewinnen. Von daher waren wir guter Laune und feuerten Saruul im Einzel gegen Strehse und Timo mit FranziO im Mixed gegen Finn und Conny an. Saruul im ersten Satz eher durchwachsen, lief im zweiten zur Hochform auf, zeigte Kampfgeist, hechtete zu jedem Ball, gab nie auf und verlor. 13:15 und knapp am Satzgewinn vorbei. Aber trotzdem ein sehr starkes Wochenende von ihm. |
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Letzte Hoffnungen also auf unserem Mixed. Größter Schwachpunkt war offensichtlich Franzis Aufschlag. Dennoch schafften sie es, mit 17:15 im ersten zu gewinnen. Lutz, der wie schon erwähnt sehr stark im Kopfrechnen ist, rechnete fix die Punktedifferenz aus – leider nicht ganz richtig, aber fast. Seine Auskunft an uns war, das Spiel muss kommen, sonst wird das nichts mehr mit Platz drei. Eutin sei uns 13 Punkte voraus. Umso größer wurden die Zweifel, nachdem der zweite Durchgang mit 9:15 verloren wurde. Ich will nicht lange drum herum reden, 4:15 ging der dritte weg. Eutin jubelte und wir waren sehr betrübt. Vor allem als die ganze Halle wusste, dass nicht Eutin 13 Punkte vor hatte, sondern wir! Lediglich 3 Punkte haben uns zum Sieg gefehlt! Zwar wäre dann Punktegleichstand, wen's interessiert, fragt den Lutz, der erzählt euch die Regelungen. |
Nicht nur dass wir verloren haben, nein, auch das „wie“ ist ärgerlich.
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Aber als gute Verlierer beglückwünschen wir natürlich die BSG Eutin zu ihrem dritten Platz, EBT Berlin als „Bruder“ zu ihrem starken zweiten Platz (Johannes gewann noch einmal gegen Hannes) und BV Gifhorn zu dem wenig überraschendem 1. Platz.
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Ich denke, nächstes Jahr wird das Projekt „Titel“ in Angriff genommen. Ich für meinen Teil trainiere ab sofort auf diesen Tag hin ;) Viele schön Spiele, guter Teamgeist und das Verlangen nach Rache bestätigen meine Prognose. Abschließend möchte ich mich noch bei unseren Betreuern Lutz und Christian bedanken, die sich wirklich gut um uns gekümmert haben. Und zwei Sachen wünsche ich wirklich niemandem: Zunächst wünsche ich keinem derartige Krämpfe zu bekommen, wie sie Timo hatte und von uns ausgelacht wurde, allen voran der Lutz. Und zum zweiten wünsche ich niemandem, nicht mal Darth Vader oder dem Eisberg aus Titanic, jemals neben Timo im Auto zu sitzen, wenn er schläft. So derbe Zuckungen hab ich noch nie vorher gesehen und man erschreckt sich jedes Mal halb zu tode.
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Die Gesichte eines K......... |
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In diesem Sinne Tobi
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