Baboszewie 2005

Wieder mal fanden sich (wie jeden Sommer) Berliner zusammen, die sich gemeinsam mit unseren polnischen Freunden „quälen“ lassen wollten. Diesmal hieß unser Zielort Baboszewie. Aus welchen gründen auch immer – diesmal war es nicht Sochocin. Es fing alles am Donnerstag dem 21.07 an: Ich für meine Verhältnisse bin schon um 3.45 Uhr aufgestanden. Jedenfalls stand der Erste schon um 5.40 Uhr da (also ich), da ich dem Zettel von Lutz glaubte (Abfahrt: 6.15 Uhr) Es stellte sich heraus, dass der Zug um 6.45 Uhr fuhr und das ich nicht der Einzige war der hätte länger schlafen können und somit: „Herzlichen Dank noch mal an Lutz“. Angekommen in Warschau nach 6 Stunden Fahrt, wurden wir von den Polen abgeholt bzw. wir quälten uns mit unseren vielen Taschen die vielen Treppen hoch. Dann ging es ab in den Bus und zur Schule, wo wir schlafen und trainieren sollten. Es wurden die Zimmer gleich ausgemacht und wer wo schläft, dann Essen und noch eine Trainingseinheit geschoben. Der nächste Tag begann mit dem Morgenlauf, der leider wenig koordinativ verlief, da Seppel an der Spitze war. Der Rest des Tages verlief nicht so spannend – also ein gewöhnlicher Tag (2 TE's etc.)

Der darauf folgende Tag begann total easy, da wir ungewöhnlicherweise mit den Polen Morgensport machten. Nach dem Frühstück wurde ein Einzel – und Doppelturnier gespielt. Am Abend wurde es richtig spannend: es hieß nun „Deutschland vs. Polen“! Man ließ mal den Schläger beiseite und es wurde Fußball gespielt. Die deutsche Badmintoner-Fußballmannschaft bestand aus Sebastian, Philip, (anfangs) TomM. und danach Lin-Yu, Johannes, Timo und TomS. Beide Mannschaften sangen ihre Nationalhymnen, wobei wir Deutschen uns ein wenig schlechter als die Polen angestellt haben. Es gab zahlreiche Torchancen, die aber nicht verwertet wurden. Das erste Tor, das fiel, war ein Eigentor. Cuisman hatte volle Kanne auf's Tor gebrezelt, wo ich drin stand. Der Ball traf zufälligerweise mein „bestes Stück“. Der Ball flog wieder meterweit entfernt vom Tor weg und ich wimmerte am Boden vor lauter Schmerzen. Basti, der zum Tor rannte, verhalf Cuisman noch ein Tor zu schießen, jedoch kann ich dazu nicht viel sagen, da ich einen kleinen Filmriss hatte. Zuguterletzt bin ich nicht „zeugungsunfähig“!!!
Am Ende mussten wir uns beim „Golden-Goal“ geschlagen geben – 8:7. Egal im Badminton sind wir eh besser, aber es sollte noch nicht das Ende sein!!!
Wie jedes Jahr gab's natürlich auch einen Tanzabend indem viele verschiedene Tanzpartner zusammenkamen, da wir einen Überschuss an Jungen im Trainingslager hatten (Ich hatte auch kein Mädel abgekriegt und musste somit mit einem Jungen tanzen deswegen danke noch mal an Robert M.).
Nachdem Lutz und Leszek gnadenlos Paare rausgefeuert hatten, standen am Ende nur noch 3 auf der Tanzfläche und diese waren: Timo und Franzib., TomM. Mit seiner polnischen Tanzpartnerin Martyna und wie jedes Jahr Saruul und Anica. Diese Paare tanzten und schwangen ihre Hüften bis zum „geht-nicht-mehr“, bis plötzlich die Musik unterbrochen wurde: Lutz und Leszek rückten zusammen um die Gewinner zu nennen und gewonnen haben...........Timo und Franzi. Somit wurden die langjährigen Favoriten und Gewinner Saruul und Anica von ihrem Thron gestoßen. Tom und Martyna wurden 3. Es entstand aber auch kein Neid zwischen den Gewinnern und 2ten – ganz im Gegenteil: es wurden Timo und Franzi händeschüttelnd gratuliert. Nach dem Wettbewerb war noch Disco, jedoch hatten dann so ziemlich alle die Schnauze voll vom Tanzen. Am nächsten Morgen beim Frühstück war dann die Preisverleihung, wo es T-Shirts gab.
An einem Vormittag sind wir baden gegangen (wir sind insgesamt 2 mal gegangen aber das 2. mal war cooler). Wir kamen in die Schwimmhalle schwammen, sprangen und rutschten ein wenig und dann ging's ab! Zahlreiche Leute (wir Deutschen sowie auch unsere polnischen Freunde) standen im Nichtschwimmer-Becken und wir hatten unsern Spaß an Turmkampf-Duellen. Da mich kaum einer tragen wollte musste ich immer unten sein und hab mit Seppel, Philip und noch anderen gekämpft und der erste Kommentar von Philip als er zum ersten mal auf meinen Schultern saß: „Boa sind die weich!!!“ – kurzgesagt: „Guter Eierschoner“. Die Konkurrenz war hart und es war nicht einfach immer jeden umzuhauen
Fazit nach dem Baden: Jeder der immer unten stand und Leute tragen musste hatte einen ziemlich verspannten Nacken am nächsten Tag!

 

Selbstverständlich durften wir uns wieder zum „Klopps“ machen (oder auch nicht) bei der Mini-Playback-Show. Es war alles dabei: von lustigen Sachen zum „wegschmeißen“ bis hin zu professionellen Choreographien, jedoch können leider immer nur 3 Plätze verteilt werden. Den 3. Platz belegten Philip, Max und Daniel und ihrem nur 5 minutenlang geprobten Boxerlied „Eye of the Tiger“, den 2. Platz belegten 5 polnische Jungs mit ihrer obszönen Version von „Call on me“, wobei 3 der Jungen einen BH trugen (ich wusste schon immer dass die Polen etwas „anders“ sind!) und den 1. Platz belegten Saruul, Timo, Franzi, Anika, Lisa und Johannes mit ihrer professionell einstudierten Version von „Rock your Body“ (Kopie von Justin Timberlake).
Tagelang herrschte eine gewisse Unruhe und allen graute es davor kläglich zu versagen. Es war der Samstag wo Multi-Stage gelaufen werden sollte. Niemand hatte so richtig Lust den Test zu laufen, aber eigentlich lief er ganz gut.
Der Vereinsrekord liegt bei Level 15. Ausdauermaschine Seppel wurde am Vorabend schon richtig heiß gemacht dies zu knacken. Im Endeffekt reichte es dafür nicht aus, aber zu unserer Verwunderung war es Lin-Yu der diese Grenze „fast“ knackte. Seppel gab schon vor Lin auf, was eigentlich nicht zu erwarten war. Lin lief und lief; er kämpfte sich die einzelnen Stages hoch aber für Level 15.1 war er dann doch einen Tick zu langsam. Er steht zwar dem Vereinsrekord gleich, aber dennoch: Hut ab vor Lin-Yu!
Am Selben Tag kam dann die Revanche im Fußball. Die Spieler, höchstmotiviert, sangen wieder mal ihre Nationalhymne. Bereit die polnischen Gegner in den Boden zu rammen, starteten sie das Spiel und sogleich am Anfang des Spiels die erste Torchance: Timo schoss vom eigenen Torraum bis hin zum gegnerischen Tor, wobei der Ball leider nur die Latte traf.

Wie gesagt, so auch getan, rammten die Deutschen die Polen nieder mit einem 10:6.

Ein ereignisreiches Spiel mit ebenfalls vielen Torchancen.

Zum letzten Tag gibt es nicht viel zu sagen: am Vormittag wurde noch eine TE gemacht, danach begann das große Packen, ein paar Dankesworte der Trainer, sowie auch des Schuldirektors von der Schule. Dann folgte eine Umarmung nach der anderen, weil unsere nächste Begegnung ja erst wieder in einem Jahr stattfindet. Dann wurden wir zur Bahn gebracht und ein letztes mal Abschied nehmen von den Polen die uns bis zur Bahn begleitet haben.
Hier dann noch ein paar sonstige Fotos

Mir persönlich hat es sehr gut gefallen an der Schule – immer gute Stimmung und es wurde nie so richtig langweilig. Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr wieder diese Schule besuchen können!
Grüße Euer
„Van der Scholz“