Trainingslager in Sochocin (Polen)
Am 29.Juli 2002 war es endlich wieder soweit, das Trainingslager stand an. Zum ersten Mal war Sochocin (Polen) der Ort, der körperlichen Qualen. Gegen ca. 9.30 Uhr fuhren wir dann los. Nach einer langen, warmen und durchschwitzten Fahrt waren wir gegen ca. 20.00 Uhr im Sportzentrum Sochocin eingetroffen.
Die restliche Zeit des Tages verbrachten wir damit unsere Zimmer zu beziehen und, nach einer langen Trainerkonferenz zwischen den polnischen Trainern als auch unseren Trainern, uns der Rede von Kohle und Lutz zu widmen. Dabei kamen viele neue Regeln, sowie ein speziell für Leistungssportler entwickeltes Programm zur Aussprache ,welches auch für uns geltend war. Das Programm sah jeden Tag eine Abendveranstaltung vor, in der wir immer wieder andere Sachen, je nach Motto, durchführen sollten . Das ging von einer Mini-Playback -Show, einer Modenshow, einem Werbespot, einer Disco bishin zum Bingoabend. Sozusagen ein Zwei-Wochen-Klopsabend.

Dazu kamen Regeln wie die Nachtruhe um 22.00 Uhr, harte Strafen für jegliches Zuspätkommen, etc. Desweiteren musste jeden Tag jemand den sogenannten "Diensthabenden" spielen. Der jeweilige Diensthabende hatte für so ziemlich alles zu sorgen. Er musste den Frühsport durchführen, musste dafür sorgen, dass alle pünktlich erscheinen, musste die Zimmer auf Sauberkeit überprüfen, sowie eventuell Co-Trainer sein, usw.. Kein Wunder, dass viele schon jetzt keine Lust mehr auf das Trainingslager hatten. Am ersten richtigen Trainingstag ging es auch gleich voll zur Sache. Die Einteilung der Spieler geschah dabei in drei Gruppen, die nach den jeweiligen Spielstärken zusammengesetzt waren. Obwohl der Trainingsplan relativ erholsam aussah, zwei Trainingseinheiten täglich à 2 Stunden und große Pausen dazwischen, mussten wir schnell das Gegenteil feststellen.
Schon in der ersten Trainingseinheit begriff jeder, dass die polnischen Trainer so etwas wie eine Einführungsphase nich kannten, und alle mussten schon jetzt kräftig bolzen und ackern. Am Ende des ersten Trainingstages waren, bis auf Gruppe 3, alle schon ganz schön platt und vielen kam es so vor, als wenn sie schon eine Woche hier wären. Der zweite Tag verlief relativ unspektakulär. Das Einzige auf was wir noch gespannt waren, war das Essen. Und zur Überraschung fast aller, war das Essen für polnische Verhältnisse richtig gut. Es gab zwar, wie wir im Laufe des Trainingslagers feststellen mussten, weing Abwechslung, dafür war die Qualität und die Frische des Essens sehr gut. Beim Training nichts Neues: Bolzen, Bolzen, Bolzen. Jedoch nicht nur in der Halle. Denn sowohl im nahegelegenen Wald, in dem Kohle sämtliche Trainingseinheiten dürchführte, daher ist er jetzt unser Waldschrath, als auch im Kraftraum wurden Kondition und Kraft trainiert.

 

Durch den ständigen Wechsel zwischen polnischen und deutschen Trainern wurde das Training zudem sehr abwechslungsreich. Die Abendveranstaltungen waren zudem ein guter Ausgleich und machten, trotz anfänglicher Skepsis, oft viel Spaß. Desweiteren verstanden wir uns mit den polnischen Spielern Tag für Tag besser. Außerdem war die anfangs geglaubte harte Disziplin , bis auf die Nachtruhe, kaum von den Trainern durchgeführt worden. Am Wochenende nach der ersten Woche führten wir dann zwei kleine Turniere durch, welche ein wenig Abwechslung in den harten Trainingsalltag brachten und sehr positiv aufgenommen wurden. Zudem sorgte ein Auslfug ins Schwimmbad, sowie der Besuch eines "Museums" für Entspannung bei den Spielern und Trainern. In der zweiten Woche verlief das Training nicht sehr anders, aber es machte immer mehr Spaß, weil man die polnischen Trainer immer besser verstand und mit den polnischen Sportlern richtig gute Freundschaften geschlossen hatte. Einer weiterer Ausflug ins Schwimmbad sorgte wiederum für Entspannung.

 

 

 

ein entspannendes Bad macht alle glücklich

 

Am Ende der zweiten Woche fand neben einer Disco noch eine Auszeichnung und Zusammenfassung statt. Dabei wurde die erfolgreiche Zusammenarbeit beider Parteien nochmals gegenseitig gelobt. Eine Umfrage unsererseits sowie von polnischer Seite ergab zudem das ein Großteil aller sehr zufrieden mit dem Trainingslager waren, da man vieles Neues kennengelernt hatte, sowie die Zusammenarbeit sehr viel Spaß gemacht hat. Deshalb bekundeten wir, sowie die Polen, das Interesse, diese Zusammenarbeit nächstes Jahr zu wiederholen. Im Anschluss an diese Konferenz feierten wir noch Akis Geburtstag im kleinen Kreise mit einigen Polen zusammnen. Am darauffolgenden Tag war dann auch schon der Abreisetermin. Zwar wollte man nach Hause, jedoch viel es mir persönlich nicht leicht denn man würde viele gute Freunde für lange Zeit nicht sehen. Nach wiederum sehr langer Fahrt waren wir gegen ca. 23.30 Uhr des 11.08. wieder in Berlin angekommen und das Trainingslager war damit beendet. Alles in allem war dieses Trainingslager, meiner Meinung nach, eines der besten was je erlebt habe. Bis zum nächsten Jahr.

Line