Sochocin 2003
Trainingslager in Sochocin (Polen)


Sonntag 20.07, Uhrzeit: 7.45 Uhr. Vorerst 23 Sportler und drei Trainer trafen sich zu diesem Zeitpunkt um die wohl härtesten zwei Wochen während der Sommerferien miteinander zu bestreiten bzw. zu verbringen. Bevor das Trainingslager richtig anfing, lieferte Philipp schon die erste witzige Einlage.
Denn dieser war bis zum Abfahrtszeitpunkt um 8.00 Uhr immer noch nicht anwesend. Dementsprechend rief ein leicht erregter Lutz bei ihm an und auf die berechtigte Frage " Philipp wir fahren jetzt gleich los, wo steckst du? ", konnte er nur trocken und leicht irritiert antworten " Wie jetzt heute ...… ich dachte wir fahren morgen. Montag ist doch ein schönerer Abfahrtstag.". Eine halbe Stunde später holten wir ihn dann per Reisebus ab und endlich war das Team vollständig. Wenigstens stand Philipp nicht ganz alleine da, denn Franzi schaffte es schon Samstag punkt 7.45 Uhr reisefertig auf der Matte bzw. am Abfahrtstreffpunkt zu stehen. Nach einer langen zehnstündigen Fahrt, welche vorwiegend durch Schlaf und der Suche nach Möglichkeiten des Zeitvertreibes geprägt war, kamen wir endlich im Sport- und Schulkomplex Sochocin an, in dem wir auch letztes Jahr residierten. Die polnischen Spieler trafen ungefähr 30 Minuten später ein. Gleich nach Check-out der polnischen Spieler gab es ein freudiges Wiedersehen zwischen ihnen und uns und die Freundschaften, auch aus dem letzten Jahr, wurden wieder eng und fest geknüpft. Nach einer abendlichen Einweisung und der allgemeinen Festsetzung der Regeln und "Pflichten" für die Sportler folgte am Montag nach dem täglichen Frühsport und Frühstück das erste Training. Multistage sowie Techniktraining standen auf dem Plan. Nach dem Mittagessen und der darauf folgenden Trainingseinheit taten mir am Abend zumindest schon ein paar Muskeln weh. Jedoch gab es Abhilfe in Form von Mandy. Die massierte nämlich so ziemlich jeden Oberschenkel und jede Wade, darunter auch meine Oberschenkel, und mutierte im Trainingslager zur absoluten Massagefee und Dank ihrer Hilfe fühlte man sich auch wesentlich besser.

 

Nach jedem Abendbrot fanden dann so genannte Contests statt, welche bei uns unter dem Namen Klopsabend besser bekannt sind. Wie auch im letzten Jahr standen in diesem Jahr viele unterschiedliche Wettbewerbe auf dem Programm wie z.B. Fashion-Show, Playback-Show, Art-Contest und Bingo. Dreimal fand auch eine Disco statt, welche einen guten Ausgleich zu den Wettbewerben darstellte. Viele Wettbewerbe waren wirklich sehr amüsant und witzig, manche waren aber auch sehr ätzend und ein lästiges Pflichtprogramm. Das Training blieb wie die Jahre zuvor konstant hart, anstrengend, auslaugend. Für ein bisschen Abwechslung gegenüber dem Hallentraining sorgten hier die Wald- und Kraftraumeinheiten. Nach gut einer Woche sahen die Gesichter und Körper nicht mehr ganz so spritzig aus und kleinere Blessuren waren auch schon zu verzeichnen. Zum Glück gab es insgesamt zwei Turnier-Bade-Tage.Dies bedeutete vormittags ein Turnier und nachmittags ein genüssliches Bad in einem Schwimmbad. Besonders für die kleinen war dies eine gute Möglichkeit zur Ablenkung vom normalen Alltag aber auch die Großen hatten Spaß.

 

Am Samstag stießen mit Alice, Ellen und Ulrike dann drei weitere Spielerinnen zum Kader. Im Laufe der zweiten Woche wurde die Atmosphäre zwischen den Spielern immer besser und so kam es auch zu zwei kleinen Liebesaffären zwischen deutschen Spielerinnen und polnischen Spielern. Die Namen möchte ich hier aufgrund späterer möglicher Probleme meinerseits nicht nennen. Ansonsten verlief die zweite Woche ähnlich wie die Erste, viel Training aber auch viel Spaß.

 
 

 

 

Am vorletzten Abend kam es dann zu einer allgemeinen Befragung der Spieler zu allen Bereichen des Trainingslagers und deren Bewertung. Im Großen und Ganzen fanden die Spieler das Trainingslager relativ gut, jedoch gab es auch viele Kritikpunkte.

 

 
Ich hoffe die Trainer bzw. Organisatoren nehmen sich diese Kritiken dieses Mal mehr zu Herzen, um eine Besserung, besonders für die Spieler, für nächstes Jahr zu gewährleisten.Am Freitag den 01.08 war es soweit, der Tag unserer Abreise war gekommnen. Nach einem Vormitags-Turnier und anschließendem Essen kam es dann zum großen Abschied. Viele Umarmungen, letzte Abschiedsgrüße sowie manche Tränen und Trauer prägten das Bild. Auf der endlos langen Rückfahrt war das einzige witzige, dass Dennis ( KT ) Ludwigs Rucksack voll gereihert hat und das sich Duddel eine 0,5 l Cola auf seine Hose gekippt hat, bei dem Versuch eine Wespe zu verjagen. Als wir um 00.45 Uhr endlich in Berlin angekommen waren, war man froh wieder seine Familie bzw. Freunde zu sehen. Im Allgemeinen denke ich, dass alle, trotz mancher Kritik, sehr viel Spaß in diesem Trainingslager hatten und ich zumindest freue mich schon auf nächstes Jahr, allein der polnischen Spieler wegen.
 

Eurer Line